Ergebnisse steuern, nicht Stunden zählen
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Woran glaube ich?
Über Ergebnisse führen, Menschen Entscheidungsbefugnis und Budget geben – und neben ihnen stehen, nicht über ihnen.
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Warum?
Mikromanagement führt dazu, dass gute Leute aufhören mitzudenken.

Manchmal werde ich gefragt, wie ich ein Team von drei auf mehr als zwanzig Personen ausgebaut habe, ohne im Management zu ertrinken.
Meine Antwort beginnt mit einer Gegenfrage: Warum haben Sie diese Person eingestellt?
Wenn Sie es getan haben, weil Sie ihren Fähigkeiten vertrauen, dann sollten Sie ihr auch zutrauen, diese Fähigkeiten einzusetzen. Im Vietnamesischen sagen wir tin thì dùng: Wem man vertraut, den lässt man auch machen.
Das prägt meinen Führungsstil.
Ergebnisse statt Anwesenheit. Mich interessieren Ergebnisse, nicht wer am längsten im Büro sitzt. Ob jemand von Ho-Chi-Minh-Stadt, Da Lat oder Singapur aus arbeitet, ist viel weniger wichtig als die Frage, ob die Arbeit das Geschäft voranbringt.
Befugnis und Budget, nicht nur Aufgaben. Wenn ich ein Ziel übergebe, übergebe ich auch die Mittel, um es zu erreichen. Dann stehe ich neben der Person und helfe, wenn es nötig ist – statt über ihr zu stehen.
Weniger an die Hand nehmen. Wenn ich einem talentierten Menschen bei jedem Schritt genau vorgebe, was er tun soll, gewöhne ich ihm nach und nach das Denken ab. Er wird zum Roboter. Das ist der teuerste Fehler, den eine Führungskraft machen kann.
Einstellen heißt, Weggefährten zu gewinnen. Ich suche keine Leute, die meine Ideen ausführen. Ich suche Menschen, mit denen ich gemeinsam etwas aufbauen will.
Das heißt nicht, dass es keine Struktur gibt. Klare Ziele, ehrliche Zahlen und regelmäßige Abstimmungen werden wichtiger, nicht unwichtiger, wenn Menschen Freiraum haben. Innerhalb dieser Struktur aber verantworten die Menschen ihre Arbeit selbst.
Die Erkenntnis: Die Aufgabe einer Führungskraft ist nicht, alle Antworten zu haben. Sondern ein Team aufzubauen, das nicht nach jeder einzelnen fragen muss.